Angeln in Kuba – Die Meeresangelei auf Cayo Santa Maria

In Kuba im Meer zu fischen, ist wie in einer riesengroßen Wundertüte zu angeln. Es kann eigentlich jederzeit alles passieren…

Cayo Santa Maria liegt in der Provinz Villa Clara an der Nordküste Kubas. Hier hat man die Möglichkeit, mit gut ausgebildeten Angelguides auf richtig guten Booten zu fischen. Die Angelei ist nicht ganz billig, aber es lohnt sich allemal. Die Artenvielfalt ist enorm. Von riesengroßen Groupern über Haie bis hin zu Mantarochen, kann man hier alles beobachten und auch fangen. Dazu sieht man fast täglich große Wasserschildkröten und Delfine. Einfach ein Paradies für Salzwasserfreaks.
Sogar Amberjacks und Dorados wagen sich hier teilweise vor bis ins flache Wasser. Allerdings brauch man dazu schon ein bisschen Glück. Aber möglich ist alles.

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Schöne King Mackerel auf Gummifisch- Ein Glück war ein Titanvorfach montiert

Ein für mich richtig fetter und übrigens sehr schmackhafter Klopper über nur 10 Meter Wassertiefe auf den Gummifisch geballert ist. Die konnte nur zur Seite weg. Auf jeden Fall meine beste „Blechschere“ bis zum heutigen Tage. Ich habe in Kuba zwar schon einige Scierra gefangen, aber die hier hat mal richtig Gas gegeben. Absolut unfassbar, mit welcher Geschwindigkeit die Teile lospreschen. Offizieller Name: King Mackerel. Da hat die Ryobi AP Power aber geschnurrt. Mit den Zähnen von diesen genialen Tieren möchte man wahrscheinlich weniger Bekanntschaft machen, als mit denen eines Barrakudas.Und schneller sind sie auch. Gebissen übrigens auf eine Ripple Shad in „Blue Sardine“, oder wie die Dinger heißen. Der Jighead war ein alter Fox- Kopf. Halten tun die auch gut. Natürlich werden diese Tiere noch viel größer, als diese hier. Aber bis heute habe ich noch keine große King Mackerel landen können. Sowohl Leo von Angeljoe, als auch Veit und ich hatten viel größere Exemplare am Haken, aber konnten sie nicht landen. Allerdings waren die Bisse bei allen von uns schon den Spaß wert. Ich wette keiner von den Jungs wird vergessen, wie sich die Dinger beim Biss meterhoch aus dem Wasser schrauben. Leider ist es dabei schwer möglich den Haken zu setzen und so steigen sie dann meist direkt nach dem Biss aus. Aber im nächsten Winter bekommen wir hoffentlich unseren 30 Pfünder.

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Guter Bar Jack– Die härtesten 5 Minuten des Tages für einen light tackle Spinnangler…

  • Rute:    WFT Pro Salt
  • Rolle:    WFT Pro Salt
  • Schnur: WFT Yellow Plasma KG 18 Kg
  • Köder:   Gerlinger-Gummikrebs

Die Gerlinger Krebse sind zwar leicht zerstörbar aber auch leicht geil. Ob es die Teile noch gibt, weiß ich nicht. Nur, dass sie damals praktisch nix gekostet haben und täuschend echt aussehen… auch in Spanien habe ich damit Leute sehr erfolgreich auf Zander angeln sehen- am Drop Shot System mit Offsethaken.

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Angler:  Daniel Jueloh
Was soll ich sagen: Täglich werden auf allen Booten Ausnahmefische gefangen. Noch ein bis zwei Kaltfronten, dann drehen die Fische völlig durch. Das Tarponangeln ist im Vergleich zum November schon mal viel besser geworden. Hohe Landequoten dank gutem Hunger und guter Haken (Die Tiemco Haken für die Federjigs sind uns leider öfter gebrochen). Einige Überraschungs- Fänge kamen glücklicherweise schon. So hat eine Bekannte von mir an ihrem ersten Tag gleich mehrere Tarpon und einen Mega- Jack Crevalle gefangen. Dazu fast einen gut 40 pfündigen Cubera Snapper, der leider kurz vor dem Boot ausgestiegen ist.
Daniel aus Berlin hatte bei seiner ersten Ausfahrt auf Tarpon ein bissel Pech- mehrere ausgestiegene Fische. Dafür hat er aber am zweiten Tag gleich doppelt zugeschlagen. Außerdem hat er den Kuba- Pargo- Mengen- Rekord aufgestellt (darunter ein paar echte Klopper). Die halbe Bucht ist jetzt wahrscheinlich fast fischleer – Jedenfalls was die leckeren Mutton Snapper angeht. Aber wir setzen ja sonst praktisch alles zurück und irgendwas muss der Mensch ja auch essen.

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Saludos und bis zum nächsten Mal!
euer David

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2 Comments. Leave new

Michael Höpfner
3 Mai 2015 09:18

Hallo,
toller Bericht und tolle Bilder. Ich fahre bald nach Cayo Santa Maria und würde gern eine Empfehlung über das benötigte Gerät haben. Wie sieht es vom Strand aus, kann man da auch angeln?
Petri Heil
Michael

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David Wenzel
4 Mai 2015 13:30

Hi Michael, viel Spaß in Cayo Santa Maria du Glücklicher! Du hast an einigen Stellen der Insel die Möglichkeit, vom Ufer aus zu fischen… Ganz am Ende des Cayo befindet sich ein kleiner „Nationalpark“. Frag einfach die Wärter an der Schranke. Sie werden dich gegen einen kleinen Obulus passieren lassen mit dem Auto (Roller bzw. Fahrrad geht auch). Am Ende des Weges gibt es kleinere Kanäle und einen kleinen Strand. Dort kannst du Snapper und Barakuda fangen… Auch Bonefish gibt es an den Stränden. Außerdem kannst du Jacks vom Ufer fangen, wenn sie gerade in der Nähe sind zum jagen… Die Angeleiauf den Brücken entlang des Damms ist nur halblegal… Viel Spaß und dicke Fische! P.S. mit mittelschweren Spinnruten bist du gut beraten. Grüße!

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