Angeln in Kuba im Winter 2015/2016 Teil 1

Der Winter in Kuba 2014/2015 von David Wenzel
Ein kaum enden wollendes und sich über mehr als 2 Monate erstreckendes Abenteuer mit Höhen und Tiefen

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Inzwischen sind die Kubatouren schon Tradition bei uns. Seit 4 Jahren sind wir jeden Winter vor Ort und doch haut es einen jedes Mal aufs Neue von den Socken, wenn man diese verrückte Insel betritt. Worte, Fotos oder Videos können nur schwer wiedergeben, was man hier allles so erlebt. Jedesmal, wenn so ein Trip zu Ende geht, fragt man sich, ob man es wirklich erlebt hat, oder aus einem wilden Traum aufgewacht ist.

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Hier war das Wetter noch schön – Was folgen sollte war teilweise ein absoluter Albtraum, Jedenfalls wettertechnisch
Die ersten 2 Wochen im Dezember verliefen absolut beschissen. Die Kubatruppe um Raubfisch-Guide Helmut Schoddel Hat den ersten Pechvogel abgeschossen (sozusagen mit dem Luftgewehr auf 2000 Meter Entfernung im Flug direkt zwischen die Augen) Wenige, aber dafür kleine Barsche. Keinen Fisch im Rio Zaza- und Wettereskapaden vom feinsten. Pechsträhne deluxe halt…

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Regen am Tage und Regen in der Nacht. Da kann man auch gleich mit Klamotten in den Pool hüpfen- is dann eh egal

Aber die Jungs waren nicht die einzigen, die eine Niederlage verkraften mussten. Auch ich kriege später noch ordentlich mein Fett weg. Aber dazu mehr am Ende des Artikels
Glücklicherweise sind die Leute vom Fach und wissen, wie die Angelei manchmal sein kann. Einen herzlichen Dank für den Besuch von Helmut, Marc und Wolfgang – letzterer hat mir sogar seinen Kescher dagelassen und mich mit herrlicher deutscher Salami versorgt. Schlussendlich sind die Herren ein paar Tage zum Strand und ich habe auf die neuen Gäste und besseres Wetter gewartet.

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Schoddels weg- Wetter besser

Beißbeginn in Schwarzbarschhausen

Die zweite Dezemberhälfte gab es einige Herbe Fischverluste zu verzeichnen. Bereits am ersten Tag seines Urlaubs hatte SqBa aus Berlin direkt im zweiten Fischkontakt nach einer halben Stunde Angelzeit (es wäre der zweite Schwarzbarsch seines Lebens gewesen) ein echtes Monster von deutlich über 60 Zentimeter am Haken. Leider stieg dieser Fisch aus. Das war der erste Aussteiger von einer ganzen Serie, die sich über die nächsten Wochen hinziehen wird. Und das Wetter wurde auch wieder schlechter…

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Kurz nach diesem Bild kam das alte Dezember-Sauwetter wieder zurück. Wäre doch auch zu schön gewesen
Generell gab es diesen Winter sehr viel Regen. Regen von der Seite, dollen Regen, leichten Regen und manchmal auch sehr starken und sehr lang anhaltenden Regen. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Ich fühle mich zurückversetzt in den Sommer, wo wir 3 Tage in Rotterdam auf Wolfsbarsch angeln wollten und ebenfalls richtig auf die Mütze bekommen haben. Klar waren mal ein paar klare Tage dabei, aber es war wettertechnisch wirklich nicht einfach. Die Kaltwetterfronten sind zwar auf lange Sicht vorteilhaft zum Barschangeln auf Kuba, aber kurzfristig eben sehr riskant. Und sowas nennt sich hier Trockenzeit…

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Menschlicher Köderetter- Bei Starkregen aber gefährlich, weil der Schnorchel sonst vollläuft und Ertrinken über Wasser droht

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Schlechtes Wetter beim Angeln in Kuba

Auch jetzt hat sich wettertechnisch nicht viel geändert, aber zumindest beißt es wieder besser und es kommen auch die ersten großen Bass ans Tageslicht. Dieser Dezember was irgendwie komisch und wir werden ihn uns im nächsten Jahr ersparen…

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Cubera Party in Kuba – So macht angeln Spaß

Einmal hat es im Rio Agabama richtig geknallt. Kurz nachdem mittags der Wasser ablief, gerieten die Fische in einen regelrechten Fressrausch. Wir konnten Cubera-Doppeldrills erleben. Dann habe ich noch einen richtig dicken Tarpon abgeschickt, was wiederum öfter passiert wenn der Haken nicht sitzt. Aber als ich dann noch einen XXL Snook und einen zur Abwechslung mal richtig großen Cubera verbockt habe, war ich schon etwas angefressen. Nicht so krass wie bei dem großen Bass, von dem ich gleich noch erzählen werde, aber leicht genervt war ich schon. Immerhin konnten meine Mitangler wie oben beschrieben schöne Cuberas fangen und auch ein paar kleine Mangrove Snapper und Snooks… Das erinnert mich an den Sommer auf den Cayos, wo ich nach 3 Tagen harter Werferei ebenfalls ein Gigaexemplar abgeschickt hatte. Dazu meinen ersten Amberjack überhaupt und so weiter und sofort. Und genau so geht es jetzt weiter. Nachdem ich den ersten 60cm-plus Bass der Saison in einer Regenpause fangen konnte- manchmal drehen die Fische dann für eine Stunde richtig durch- aber eben nur manchmal – der Fisch ist uns mittags schon einmal nachgelaufen- konnten wir einen Riesenbass beobachten, der sich wie der andere in der kleinen, flachen Bucht gemütlich gemacht hatte. Dann wieder kurz nach einem starken Regenfall kam der Biss.

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Der einzige vernünftige Schwarzbarsch im Dezember – Am nächsten Tag sollte das Monster beißen

6-7 Kilo locker… Also ein wahrer Gigant, schrubbt mir voll auf den Spybait beim Aufkommen aufs Wasser und ist dann unter dem Boot im Kraut hängengeblieben und ausgestiegen. Unser einheimischer Freund Peluzo ist dann noch hinterher getaucht, aber leider vergebens. Wir haben immerhin ein Video von der Aktion. Wer mich kennt, der weiß, dass ich Fischverluste manchmal nur schwer akzeptieren kann. Beim Bassfischen tut es mir immer besonders weh, weil wir wirklich viel auf uns nehmen, um die Biester zu fangen, wenn dann so ein Fisch des Lebens (das wäre er nämlich gewesen) aussteigt, dann könnte ich 3 Tage lang brechen…

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O-Ton Peluzo: Das war der größte Bass, den ich seit Jahren gesehen habe. Ja, stocher doch noch ruhig weiter in der Wunde

Und nun kommt der Hammer. Es geht nämlich weiter so: 2 mal Flouro durchgeschlagen mit dem T-Rig- 2 Weitere gute Fische am Texasrig nicht gehakt bekommen. Ich hab dann erstmal ein paar Tage Pause gemacht.
Der einzige, der mich toppen konnte diesen Winter war unser stets bestens gelaunter und immer voll entspannter Manu aus Potsdam. Er hat in seinem vierwöchigen Aufenthalt 4 richtig große Bass verloren. Alle ausgestiegen…
Was im Januar passiert ist, das erfahrt ihr im nächsten Blog

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Penzill Travel Rod und Penzill II Rolle – Eine geniale Reisekombie für jeden noch so kleinen Koffer

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Manu, wie immer gut gelaunt

Viele Grüße aus der Karibik

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Euer David Wenzel

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