Angeln in Spanien – Karpfenangeln am Rio Ebro

Angelurlaub in Spanien am Rio Ebro- Karpfenangeln in Spanien

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Hallo liebe Angelfreunde,

heute geht es um das Karpfenangeln in Spanien, genauer gesagt in der Provinz Aragon und Zaragossa. Hier am Ebro werden nicht nur viele, sondern auch sehr große Fische gefangen. Der Tourismus in dieser Region boomt seit Jahren und jedes Jahr kommen zigtausende Angler aus ganz Europa an die Ufer dieses Mega- Stroms um ihren persönlichen Traumkarpfen zu fangen. Im folgenden Blogartikel kommen ein paar harte Fakten über diese Angelei hinzu. Evtl werden wir sogar eine Serie daraus machen, denn es gibt ja nicht nur dicke Karpfen im Ebro… Der Artikel wird am 23. Juli mit weiteren Infos ergänzt und aktualisiert. Dies ist nur eine Vorveröffentlichung.

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2 von 4 Karpfen zwischen 19 und 20 Kilogramm in wenigen Tagen vom „tire tracks“ Spot – Hier wird das Potential dieses Flusses sichtbar. Denn das sind noch lange nicht die größten Karfpen im Ebro.

Die Entwicklung des Karpfenangelns am Ebro

Das Karpfenangeln in Spanien hat sich in den letzten 10 Jahren stark verändert. Wo früher massenhaft Karpfen auf Mais gefangen wurden, die dann oft als Köderfische an irgendwelchen Welsmontagen gelandet sind, kommen heute richtige Brummer ans Tageslicht, welche teilweise weit über 20 Kilogramm wiegen.
Natürlich fängt man heute auch noch mit Mais seine Fische, wie überall auf der Welt, wo es Karpfen gibt. Dennoch hat sich die Angelei nicht nur am Rio Ebro stark verändert. Die Spanier sind inzwischen selber richtige Karpfenfanatiker geworden und die Köder bzw. Tackle -Industrie boomt, wie nie zuvor.

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Winterliche Seesion am Orellana Stausee in der Extremmdura nahe der portugiesichen Grenze. Auch hier schwimmen Mega Karpfen

Welcher Köder ist der beste für spanische Karpfen?

Boilies und Pellets sind heutzutage der Hauptköder für das Angeln in Spanien. Nicht nur in Mequinenza und Caspe, sondern auch in anderen Regionen, wie zum Beispiel der Extremadura, nahe der portugiesischen Grenze wird damit wie wild gefüttert und gefischt. Aus naheliegenden Gründen kommen natürlich auch heute wie damals noch Particle Köder wie Tigernüsse oder Mais zum Einsatz, dennoch brummt der Pellet- und Boiliemarkt wie nie. Gute Pellets und Hakenköder (auch extra für Welse) finden sich im aktuellen Pelzer Baits Programm. Hier gehts zu den Pelzer Ködern: http://www.pelzerbaits.eu/News.html

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Ein schöner „fully scaled Spiegler“ der auf der Fluss-Strecke Flix – Riba Roja gefangen wurde.

Die Pellet Ära

Nach dem Aufkommen der beliebten Fischpellets (auch oft Heilbuttpellets genannt) vor einigen Jahren, gab es kein Halten mehr. Die Fischgrößen gingen nach oben und kurze Zeit später waren auch die in Nordspanien allgegenwärtigen Welse voll auf diesen Köder eingestellt. Das brachte viele Vorteile, aber auch einigen Ärger und sogar ein kleiner Glaubenskrieg ist dabei entstanden. Von den Fischpellets waren nicht alle Menschen so begeistert. Eine Gefahr durch das massenhafte Anfüttern für die Gewässer wurde befürchtet und tatsächlich gab es Veränderungen über, sowie unter Wasser. Jedoch hat sich gerade am Ebro Flusssystem in den letzten Jahrzehnten immer sehr viel Verändert. Wo man früher von einer Barben und Forellenregion sprach (sogar mit Hechten und Aalen), war später davon fast nichts mehr zu finden. Der Wels und der Zander fanden ihren Weg in die Gewässer und nichts war mehr wie vorher. Praktisch die einzigen Aale, die heute noch gefangen werden, sind entweder entschwommene Köderfische, oder leben unterhalb der Staumauer nahe Riba Roja. Auch Forellen sind zumindest im Ebro überaus selten geworden. Hin und wieder beißt mal eine im Unteren Stausee. Auch der Hecht und die Barbe wurden weitestgehend verdrängt.

Aber nun zurück zu den Karpfen.

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Ein weiterer Fully, der bei Chiprana gefangen wurde. Ihn konnten wir zweimal innerhalb von wenigen Tagen fangen, wie das zweite Foto beweist.
Die größten gefangenen Karpfen kratzen teilweise schon an der 30 Kilogramm Marke. Ein spanischer Kumpel von mir namens Eric konnte sogar schon einen Spiegelkarpfen, welche überaus rar sind, mit sagenhaften 30 Kg Plus auf die Matte legen. Was für ein Glückspilz. Dies geschah vor 2 Jahren im Bereich von Mequinenza. Leider ist mir persönlich nicht bekannt, ob dieser Fisch wieder gefangen wurde, aber ich vermute es stark.
Bei den Spiegelkarpfen im Flusssystem handelt es sich wieder gesagt zu über 95 Prozent um Schuppenkarpfen. Je nach Flussabschnitt, Jahreszeit und Angeldruck bzw. Futteraufkommen, kann das Durchschnittsgewicht bei sagenhaften 15Kg liegen. Die 20 Kilogramm Marke wird allerdings immer noch nicht so häufig gebrochen, wie man es bei dem hohen Durchschnittsgewicht annehmen könnte. Dennoch stehen die Chance auf ein echtes Karpfenmonster besser als nie zuvor. In den letzten Jahren werden auch häufiger Fische um die 25 Kg gefangen. Bei der Anzahl von Anglern ja auch kein Wunder.

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Wichtige Informationen zum Angeln am Ebro

  • Informiere dich immer über die aktuellen Gesetze bezüglich Nachtangeln, Anfüttern und der Benutzung von lebenden Köderfischen.
  • Einige Bereiche sind in sogenannte Cotos aufgeteilt (Hier muss neben der Lizenz für die Provinz eine extra Wochen- bzw. Tageskarte gelöst werden).
  • Das Camping und die Übernachtung am Wasser ist oft nur eingeschränkt möglich. Regeln hierzu sollten dringend beachtet werden.
  • In den Orten Mequinenza und Caspe wird man in den Angelgeschäften zusätzliche Infos bekommen.
  • Für Spanien- Anfänger kann es sinnvoll sein, sich für ein paar Tage einen Guide zu gönnen. Er führt einen nicht nur zum Fisch, man lernt auch sehr viel von ihm.
  • Keinen Müll am Wasser lassen!

Viel Spaß euch allen bei der Jagd auf katalanische Karpfen- Brummer wünscht euch

David Wenzel

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