Das Hotel Hanabanilla- Das „Schwarzbarsch Hotel“ im Herzen Kubas Teil 1

Das Hotel Hanabanilla- Das „Schwarzbarsch Hotel“ im Herzen Kubas

Ein echter Hotspot mitten in Kuba ist der Lake Hanabanilla. Hier gibt es haufenweise Schwarzbarsche in teils kapitalen Größen und dazu viel zu entdecken. Nicht nur landschaftlich ist diese Ecke der Insel schwer zu empfehlen.

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 Unzählige Buchten säumen das Ufer dieses großen Stausees und überall könnte ein neuer Rekordfisch auf unseren Köder lauern.

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 Der aktuelle Rekordfisch wog zwar „nur“ 16lb. Es gibt aber deutlich größere Exemplare im See.

 

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Eingebettet zwischen den Hügeln, in einem hübschen Tal, inmitten des Escambray Gebirges in Kuba, liegt der berühmt berüchtigte Stausee Hanabanilla. Vor einer traumhaften Bergkulisse und umgeben von Wäldern und Wiesen kann man hier auf große Schwarzbarsche fischen. Ungestört ist man dabei nicht immer, denn Touristen und Kubaner nutzen diese Destination gleichermaßen, um ihren Urlaub dort zu verbringen.

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Die Zimmer im Hotel Hanabanilla sind neu renoviert und stets sehr gepflegt
Dennoch findet man hier Ruhe und Erholung, wenn man mit dem Boot eine der zahlreichen Buchten anfährt. Hier kann man die Seele baumeln lassen und ganz nebenbei noch auf seinen persönlichen Traum- Schwarzbarsch hoffen. Die Angelei ist anspruchsvoll und nicht immer hat man gleich am ersten Tag Erfolg. Oft kreuzen Schlechtwetterkapriolen den Plan des erfolgshungrigen Großfischjägers, denn hier oben in den Bergen kann sich gerne mal eine Kaltfront einnisten und einem das Angeln für Tage verderben. Dennoch findet man immer eine Möglichkeit, sich diese Tage zu verschönern und somit die Wartezeit auf den großen Bass zu verkürzen. Beispielsweise gibt es schöne Aussichtspunkte (Miradores) von denen man die umliegenden Städte und sogar das Meer in der Ferne sehen kann. Außerdem gibt es Wanderouten und Naturpfade, welche erkundet werden wollen. Die Flora und Fauna an diesem Fleck Erde ist absolut umwerfend. Einheimische Führer erklären dem wissbegierigen Touristen gern so manches Gewächs und Tier.

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Erholen und Feiern zugleich im Hotel Hanabanilla.

Zur Weihnachtszeit gibt es immer Paketangebote, welche Essen und Trinken einschließen. Das ist praktisch und preislich absolut ok. Man muss sich um nichts mehr kümmern und kann seinen Urlaub voll und ganz genießen. Nur wenn die Kubaner selbst Urlaub haben, wie zum Beispiel im Sommer, kann es schon mal etwas lauter zugehen. Vom Feiern verstehen die Kubaner etwas.

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Nahezu der komplette See ist von Urwald und Felsen umgeben und auch unter Wasser sieht es nicht anders aus. Versunkene Bäume und Höhlen bieten den Fischen Unterschlupf und Deckung vor Feinden.

Angelguiding am Lake Hanabanilla.

Alleine ist es fast unmöglich, den See in einer oder zwei Wochen zu knacken. Außer von den wenigen Uferstellen hat man nicht die Chance autark zu fischen.
Das hoteleigene Aluminiumboot kostet inzwischen 100CUC pro Person und Tag. Es hat eine Maximalauslastung von 2 Anglern plus Skipper. Es sind auch halbe Tage buchbar (5 Stunden). Das ist ein heftiger Preis, aber die Angelei ist es wert. Das nutzen privater Boote ist eigentlich verboten. Man sollte sich genau überlegen, zu wem man ins Boot steigt, denn erstens sind die einheimischen „Angelguides“ immer darauf bedacht, Benzin zu sparen und fahren deswegen die guten Plätze (welche sich oft weit entfern befinden) kaum an. Zudem ist es ihnen egal, ob der Kunde große Bass fängt. Kleine Exemplare gibt es überall und man wird sie auch fangen, aber die Rekordjagd, die für viele von uns im Vordergrund steht, wenn man schon so weit von zuhause die Angel auswirft, wird von diesen Bootskapitänen kaum bedacht. Es ist schwer zu erklären (auch wenn man der spanischen Sprache mächtig ist), dass man kleine Schwarzbarsche auch in Europa fangen kann. Wer das Risiko eingehen will, begibt sich in die Hände eines lokalen „illegalen“ Bootsführer. Diese Boote haben meist ein Dach montiert, was die Angelei (außer beim Schleppen) schwer macht. Außerdem sind die Motoren laut und ruckelig. Aber auch das hat seinen Charme, wenn man damit klarkommt.

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Solche Schwarzbarsche sind am Hanabanilla alltäglich, wenn man eine gute Phase abpasst und die Fische am fressen sind.

Techniken auf Schwarzbarsch am Lake Hanabanilla.

Alle gängigen Rigs und Methoden können hier angewendet werden. Vom Topwaterköder, wie Popper oder Stickbait, bis hin zum Twitchbait oder Texasrig. Natürlich haben manche Vorgehensweisen zu bestimmten Zeiten die Nase vorn, aber das muss man selber herausfinden. Die kubanischen Largemouth Bass haben immer ihre Vorlieben und diese sind schwer vorherzusagen. Generell kann man sagen, dass man mit langen Gummiwürmern immer einen Topköder zur Hand hat. Diese ähneln den dort vorkommenden „Miniaalen“, welche in ungefähr Statur und Aussehen eines Bachneunauges haben. Topwaterköder sind abends und frühmorgens zu empfehlen. Oft ziehen sich die Bass unter Tage in tieferes Wasser zurück, was es schwer macht sie aufzuspüren. Also keine Angst auch mal mitten im See zu fischen. Ohne Echolot ist dies schwierig, weil man dann quasi blind angeln muss, aber es kann sich durchaus lohnen. Über dem alten Flussbett stehen die Schwarzbarsche oft im Mittelwasser. Dort kann man sie beispielsweise mit tieflaufenden Crankbaits erwischen.

Viel Erfolg am Lake Hanabanilla und einen schönen Aufenthalt im gleichnamigen „Schwarzbarsch Hotel“!

P.S. Im nächsten Teil geht es dann genauer um Techniken, Tipps und Tricks an diesem wunderschönen Stausee

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