Karpfenangeln vom Hausboot im November 2014 in Berlin

Hallo liebe WFT blog Leser,
Einmal im Jahr gönnen wir uns eine ausgiebige Hausboottour mitten im Herzen Berlins in einem der zahlreichen Kanäle. Dort ziehen sich viele Fische zurück, wenn es kalt wird, um der Strömung im Fluss auszuweichen. Außerdem ist es dort immer ein paar Grad wärmer als in den Flüssen der Stadt. Hierbei steht für uns immer der Karpfen an erster Stelle. Das Floß mieten wir uns traditionell bei der Firma Top Charter in Berlin Spandau. (http://www.top-charter.de/)

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Eine kurze Futterkampagne reicht meistens aus, um die Fische an den Platz und den Köder zu gewöhnen. Hierbei fliegt einmal eine größere Menge Boilies ins Wasser und den Rest erledigt die Zeit. So sparen wir Zeit und Benzin und die Kosten der Futteraktion halten sich in Grenzen. Klar sind 10 Kg Boilies (in diesem Fall ein Mix aus Dumbels von Pelzer Baits in knallsüß und megafischig) auf einen Schlag ein ganz schöner Hieb, aber schließlich wollen wir Fische fangen und nicht am falschen Ende rumgeizen. Nachdem wir das Futter 2 Tage haben wirken lassen, stellen wir uns mit unserem hölzernen Monstrum direkt auf den Spot und können nun ganz bequem per Unterhandwurf den Futterplatz befischen.

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Der einzige Fisch, der die 10 KG Marke geknackt hat an diesen Wochenende. Ein alter Schuppi, der schon einiges erlebt hat in seinem Leben.

Dass die Schnüre beim Bootsangeln nicht gespannt werden, versteht sich von selbst. Erstens werden so die Bewegungen des Bootes nicht direkt auf unseren Pieper übertragen, was zu einem nervenden Pieps- Konzert führen würde und zweitens können die Fische ungestört am Platz fressen, ohne mit unserer Hauptschnur in Berührung zu kommen. Denn gespannte Schnüre mag definitiv kein Karpfen- egal wie doof er auch ist. Die schwere 0.50er Mono legt sich von allein auf den Grund, wenn man ihr die Zeit lässt und die Bisse gehen immer absolut brachial nach vorn weg. Fallbisse sind hier nicht zu befürchten und so erklärt sich auch, warum wir, wie auf den Fotos zu sehen ist, auf die Verwendung von Swingern oder Hangern in diesem Fall verzichten.

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Die  Proton Dumbles von Pelzer Baits haben den Karpfen anscheinden gut gefallen. Als Hardware kamen die Pelzer Stalking Ruten und die neuen AP Power Rollen vo Ryobi zum Einsatz.

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Der Drill neben einem vorbeifahrenden Kahn war nicht ganz ungefaehrlich. Dennoch nahm es die Crew des Tankers mit Humor.

Dieses Jahr hat dieser Plan einigermaßen gut geklappt. Insgesamt 8 Fische konnten wir in den ersten 24 Stunden fangen. Nur einer davon hatte deutlich über 10 Kilogramm, aber was macht das schon, wenn man vor einer abgefahrenen Industriekulisse angeln kann und sonst seine Ruhe hat. Denn vom Ufer aus sind diese Plätze meist unbefischbar. Natürlich ist ein solches urbanes Ansitzangeln nicht jedermanns Sache, aber für uns stellt genau das den Reiz dieser Fischerei dar.

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Leider gab es einen Temperaturabfall nach der ersten Nacht und die Karpfen haben das Fressen auf einen Schlag eingestellt. So haben wir diesen Trip schon nach 2 Nächten vorzeitig abgebrochen. Evtl gibt es im Februar oder März noch eine Wiederholung der Tour. Wenn es soweit ist, dann werdet ihr es hier im blog erfahren.

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Irgendwie konnte sich auch ein Shimano Teamangler unter unsere Reihen schmuggeln. Wie das passieren konnte, ist uns zwar schleierhaft, aber wir werden dran bleiben und diesen Skandal aufdecken. Aber da wir bei WFT ja bekanntlich offen für alles sind, wird diese Aktion erstmal kein Nachspiel haben. Jedoch versprechen wir beim nächsten Mal etwas besser aufzupassen.

 

Viele Gruesse an alle Karpfenangler!

 

euer WFT Team

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