Meerforelle und Dorsch – Angeln an der deutschen Ostseeküste Teil 2

Und schon wieder gab es ein gemischtes Ostsee- Doppel zu vermelden. Diesmal allerdings ging es um Meerforelle und Dorsch, welche sich zurzeit an ein- und denselben Plätzen fangen lassen. Die Dorsche suchen abends genau die Stellen auf, wo auch die Meerforellen am jagen und fressen sind. Grund genug dem mal auf den Grund zu gehen. Nachdem wir ja letztens schon einige Erfolge im Meefoangeln hatten, sind wir kurzerhand noch einmal an die Küste gefahren, um evtl. noch einen der etwas besseren Fische zu fangen. Und siehe da: Es hat geklappt. Und als absolute Krönung gab es am zweiten Tag auch noch ein paar schicke Zander (dazu mehr im nächsten Blog). Ja, Angeln kann so schön sein, wenn mal alles klappt.

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Bei Kaiserwetter und Ententeichbedingungen ging es mit dem Schlauchboot auf die Ostsee

Bei guten Wetterbedingungen kann man es ohne weiteres wagen, die Ostsee mit dem Schlauchboot zu befahren. Wir hielten und ständig in absoluter Küstennähe auf – Dort, wo auch die Fische standen. Da meine Mitfahrer routiniert sind bei solchen Touren, konnte ich mich besten Gewissens in sicheren Händen wähnen und den Tag genießen. Schleppen und werfen auf Meefo und Dorsch stand auf dem Programm und es sollte ein richtig heißer Tag werden. Nicht nur vom Wetter her, sondern auch von den Fangergebnissen. Doch davon konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnen.

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Die Ostsee zeigte sich an diesem Tag von ihrer besten Seite

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Schon bald ließen sich die ersten Dorsche an Bord blicken.

Schon nach kurzer Zeit konnte der erste Dorsch des Tages gefangen werden. Es sollten sich aber bis abends noch einige dazugesellen. Die Dorsche bissen teilweise sehr oberflächennah und besonders später am Tag auch dicht unter Land. Sowohl auf Blinker, als auch auf Wobbler konnten wir sie verführen. Teilweise sind auch sie bis ands Boot nachgelaufen. Kurze Zeit später hatten wir beim Werfen die ersten Nachläufer und Chris verlor die erste Forelle. Das war schon mal ein gutes Vorzeichen für den verbleibenden Tag. Die Fische waren also da.

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Chris mit der ersten Forelle des Tages. Er sollte später noch einen richtigen Klopper bekommen.

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auch bei Markus gab es die ersten Erfolge.

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und auch für mich gab es die erste Forelle des Tages. Ganze 4 Meefos sollte ich später noch fangen dürfen.

Was nun geschah, war echt der Hammer. Fast bei jedem Wurf gab es in irgendeiner Form Kontakt in Form von Fehlbissen oder Nachläufern. 2 weitere Meerforellen haben wir leider verloren. Zwischendurch immer wieder die teils beachtlichen Dorsche – beachtlich dafür, dass sie so dicht am Ufer gebissen haben. Ein absoluter Traumtag also. Wenn nun noch eine von den richtig kapitalen Meerforellen beißen würde, dann wäre der Tag absolut rund, dachten wir uns. Und urplötzlich gegen Abend war die Rute von Chris auf einmal richtig krumm. Dass er wenige Minuten später noch eine fette 62er gefangen hat, muss man auch nicht verschweigen. Der absolute Oberhammer… Die Fotos kommen am Ende des Artikels.

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Für uns gab es beim Angeln eine Portion leckeren Obazda… Und für die Fische…

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…gab es leckere Blinker und Wobbler… Als Topköder hat sich am Ende des Tages wieder mal der Maria MJ 1 herausgestellt. Wirklich unglaublich, wie gut dieser Köder gefangen hat diese Saison.

Auffällig viele Fische hingen am hintereren Drilling an diesem Tag. Während an manchen Tagen vorher die meisten Forellen den Köder „mittig“ genommen haben, war es dieses Mal exakt umgekehrt. Der Maria MJ 1 immitiert für die Fische vermutlich einen Sandaal, oder Sprotte oder einen Hering. Bei schneller Führung haben die Räuber wenig Zeit zu überlegen und können sich den Köder schlecht anschauen. Trotzdem haben sich Spinnstops als fängig herausgestelt. Zumindest an diesem Tag.

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Die meisten Fische haben wir zurück gesetzt. Ein paar für die Küche gingen aber trotzdem mit.

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Herrliche Natur und Ruhe am Strand. Um diese Jahreszeit sind kaum Touristen unterwegs.

 

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Hier Chris mit seiner Prachtforelle. Während er am drillen war, biss bei mir dieser Dorsch. Dabei hätte es doch umgekehrt sein sollen… (Kleiner Spaß :))

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Mit diesem Fisch endete die Fangserie. Um 22.00 Uhr waren wir dann in völliger Dunkelheit und völlig happy wieder zurück am Strand.
Viele Grüße an alle!

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P.S. Vielen Dank an meine Mitangler Markus und Chris für den geilen Tag auf der Ostsee. Ich hoffe, wir können das bald wiederholen. Und was ich noch mit den Jungs erlebt habe auf der Jagd nach dicken Fischen an der Küste, das erfahrt ihr im nächsten Blog. Da geht es dann nämlich um Zander und co.

Euer David

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2 Comments. Leave new

Hi Zusammen, cooler Beitrag, tolle Fotos und prächtige Fische – dickes Petri! 😉
Ich wollte mal nachfragen, welches Schlauchboot-Modell ihr für euren Angelausflug verwendet habt? …Habt ihr gepaddelt oder das Schlauchboot motorisiert?… bzw. darf man überhaupt mit einem motorisierten Schlauchboot auf der Ostsee angeln???
Ich bin selbst auch gerade dabei, meinen diesjährigen Angelurlaub (in Schönberg „Kalifornien“/Ostsee) zu planen und überlege mein Schlauchboot mitzunehmen, deshalb frage ich…
LG, Leszek

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David Wenzel
27 April 2015 16:59

Hi Leszek,

danke für deinen Kommentar! Bei gutem Wetter und mit der nötigen Sicherheitsausrüstung (voll geladenes Handy zum Beispiel) kann man prima auf der Ostsee fahren. Wir haben ein 3.40 Meter langes Mission Craft mit Alu Booden benutzt. Dazu ein 8 PS Außenborder. Das ging zu dritt wirklich gut. Erlaubt muss es sein, sonst wären die Jungs sicher nicht mit mir rausgefahren. Viele Grüße und viel Spaß in Kalifornien 🙂

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